Dombrowski erlöst NSV – erster Saisonsieg nach starker Vorstellung
23. September 2025
Dombrowski erlöst NSV – erster Saisonsieg nach starker Vorstellung
Mittlerweile konnte es beim Neumühler SV nicht mehr mit rechten Dingen zugehen. Woche für Woche gab es den nächsten Tiefschlag, und selbst die kleinsten Erfolgserlebnisse wurden schnell vom nächsten Unglück überlagert. Man konnte den Eindruck gewinnen, höhere Mächte hätten sich gegen den Verein verschworen – man bräuchte schon (fußball-)göttlichen Beistand, um diese Krise zu überwinden.
Coach Baruschke rauchte vor dem fünften Spieltag, einem Heimspiel gegen den mit sechs Punkten ordentlich gestarteten Dargetzower SV, mächtig die Platte – auf der Suche nach mehr Ruhe im Spiel seiner Mannschaft. Am Ende stellte er das System zurück auf ein 4-2-3-1, um im Mittelfeld kompakter zu stehen. Außerdem musste Tausendsassa B. Schröder auf die Bank – seine familiäre Bindung zur Mannschaftsführung und ins Präsidium halfen ihm diesmal nicht in die Startelf. Für ihn begann Zengel in der Innenverteidigung. Dahinter ersetzte Jungstar Burghardt den angeschlagenen Rusch im Tor, und im Mittelfeld feierte der Anti-Alkoholiker Dombrowski sein herbeigesehntes Comeback nach Fußverletzung. Ein Wiedersehen gab es auch mit dem Unparteiischen: Wie schon in der Vorwoche leitete Carlsson die Partie, die eine sehr unterhaltsame werden sollte.
Schon nach fünf Minuten gab es den ersten Aufreger: Carlsson übersah ein klares Stürmerfoul, wodurch sich für die Gäste die erste Riesenchance ergab – der Stürmer schoss jedoch freistehend aus wenigen Metern über den Kasten. Danach bemühten sich die Gastgeber um mehr Kontrolle und spielerische Akzente, was langsam Früchte trug. Bis auf einige Distanzschüsse sprang zunächst aber nichts Zählbares heraus. Eine erste gute Möglichkeit hatte Zengel, der nach einer Ecke per Kopf sein Ziel verfehlte – eine Szene, die sich im Laufe der Partie noch mehrfach wiederholen sollte.
Gegen Ende der ersten Hälfte begann die erste Neumühler Drangphase. Kapitän „Schrotti“ zog einen Freistoß unter der Mauer durch, der knapp am Tor vorbeiging (Schlitzohr – den Trick hatte er letzte Woche schon probiert!). Kurz darauf scheiterte Hoffmann am Pfosten, während Grap und P. Sulkowski ihre Chancen liegen ließen. Der Halbzeitpfiff beendete diese starke Periode vorerst.
Nach Wiederanpfiff eroberte P. Sulkowski den Ball, scheiterte am Schlussmann und wollte den Abpraller erneut verwerten, doch Carlsson unterbrach die Szene überraschend und gab stattdessen Freistoß für Neumühle – warum, wusste niemand so genau. Den ruhenden Ball jagte T. Sulkowski aus 25 Metern nur knapp über das Tor. Auf der Gegenseite musste Burghardt kurz darauf mit einer starken Parade retten, ehe der Nachschuss knapp vorbeiging. Danach entwickelte sich das Spiel endgültig zu einer Einbahnstraße Richtung Gästetor. R. Holst schoss drüber, Hoffmann scheiterte an Keeper Ruge, und Dargetzow wirkte zunehmend platt. Zeitspiel wurde ihr letztes Mittel.
Gerade als keiner mehr so recht wusste, wer das erlösende Tor erzielen könnte, schlug die Stunde von Rückkehrer Dombrowski. Nach drei Wochen Verletzungspause schwang er sich in der 55. Minute zum „Rancher-Messias“ auf: Einen abgeblockten Distanzschuss hämmerte er ansatzlos ins lange Eck – die Massen jubelten ekstatisch, Bier floss in Strömen.
Danach hatte der NSV Chancen, die Führung auszubauen. Doch es blieb zunächst bei ausgelassenen Möglichkeiten. Stattdessen hätte Dargetzow fast den Ausgleich erzielt – wieder nach einem übersehenen Stürmerfoul. Doch P. Sulkowski machte es wenig später besser: In der 70. Minute verwandelte er nach schnellem Einwurf von Dombrowski per Bauernpike, sein leicht abgefälschter Schuss trudelte ins lange Eck. Göttliche Erleuchtung durchströmte die 51 Zuschauer.
Wenig später forderte Neumühle Elfmeter, nachdem Hoffmann im Strafraum zu Fall gebracht wurde – doch Carlsson sah auch dieses Foul nicht. Burghardt musste kurz darauf noch einmal eingreifen und verhinderte den Anschlusstreffer. Auf der Gegenseite hielt Ruge mit mehreren Paraden seine Mannschaft im Spiel.
In der 80. Minute wechselte Baruschke dreifach: B. Schröder, L. Holst und Maschler kamen für Hoffmann, Sulkowski und Grap. Letzterer bestätigte nach seiner Auswechslung sein Image als „Walter Frosch 2.0“ – nur mit weniger Haaren und Bier statt Zigaretten im Stutzen. Mit Pils und Kippe feierte er am Spielfeldrand seine Leistung und bezeichnete sich als „Messi“ – wohl eher eine Anspielung auf seine Wohnung als auf seine Ballkünste.
Die frischen Kräfte entschieden das Spiel endgültig. In der 83. Minute erzielte L. Holst per Kopf sein erstes Tor für den NSV. Nur drei Minuten später flankte B. Schröder ungewohnt präzise auf Antreiber Schöwe, der zum 4:0-Endstand traf. Kurz darauf pfiff Carlsson die Partie ab – womöglich zum Schutz der Gäste vor weiteren Gegentreffern.
Lautstark feierte Neumühle den ersten Saisonsieg, den man sich durch die mit Abstand beste Saisonleistung hochverdient hatte. Mit mehr Konsequenz vor dem Tor hätte das Ergebnis sogar noch deutlicher ausfallen können. Trainer Baruschke zeigte sich zufrieden, und die Freude war groß, dass es auf der Ranch endlich wieder etwas zu feiern gab. Diesen Schwung will man am sechsten Spieltag mitnehmen – dann geht es auswärts an die Ostsee zum Tabellenzweiten Boltenhagen.
Neumühle spielte mit:
Burghardt – Grap (80. B. Schröder), Zengel, T. Sulkowski, C. Schröder (C.) – Dombrowski, Schöwe – R. Holst (65. Hampusch), Salchow (65. Lode), Hoffmann (80. L. Holst) – P. Sulkowski (80. Maschler)
Ole Hoffmann verzichtete freiwillig auf einen Platz im Kader.
Chefredakteur NSV
Coach Baruschke rauchte vor dem fünften Spieltag, einem Heimspiel gegen den mit sechs Punkten ordentlich gestarteten Dargetzower SV, mächtig die Platte – auf der Suche nach mehr Ruhe im Spiel seiner Mannschaft. Am Ende stellte er das System zurück auf ein 4-2-3-1, um im Mittelfeld kompakter zu stehen. Außerdem musste Tausendsassa B. Schröder auf die Bank – seine familiäre Bindung zur Mannschaftsführung und ins Präsidium halfen ihm diesmal nicht in die Startelf. Für ihn begann Zengel in der Innenverteidigung. Dahinter ersetzte Jungstar Burghardt den angeschlagenen Rusch im Tor, und im Mittelfeld feierte der Anti-Alkoholiker Dombrowski sein herbeigesehntes Comeback nach Fußverletzung. Ein Wiedersehen gab es auch mit dem Unparteiischen: Wie schon in der Vorwoche leitete Carlsson die Partie, die eine sehr unterhaltsame werden sollte.
Schon nach fünf Minuten gab es den ersten Aufreger: Carlsson übersah ein klares Stürmerfoul, wodurch sich für die Gäste die erste Riesenchance ergab – der Stürmer schoss jedoch freistehend aus wenigen Metern über den Kasten. Danach bemühten sich die Gastgeber um mehr Kontrolle und spielerische Akzente, was langsam Früchte trug. Bis auf einige Distanzschüsse sprang zunächst aber nichts Zählbares heraus. Eine erste gute Möglichkeit hatte Zengel, der nach einer Ecke per Kopf sein Ziel verfehlte – eine Szene, die sich im Laufe der Partie noch mehrfach wiederholen sollte.
Gegen Ende der ersten Hälfte begann die erste Neumühler Drangphase. Kapitän „Schrotti“ zog einen Freistoß unter der Mauer durch, der knapp am Tor vorbeiging (Schlitzohr – den Trick hatte er letzte Woche schon probiert!). Kurz darauf scheiterte Hoffmann am Pfosten, während Grap und P. Sulkowski ihre Chancen liegen ließen. Der Halbzeitpfiff beendete diese starke Periode vorerst.
Nach Wiederanpfiff eroberte P. Sulkowski den Ball, scheiterte am Schlussmann und wollte den Abpraller erneut verwerten, doch Carlsson unterbrach die Szene überraschend und gab stattdessen Freistoß für Neumühle – warum, wusste niemand so genau. Den ruhenden Ball jagte T. Sulkowski aus 25 Metern nur knapp über das Tor. Auf der Gegenseite musste Burghardt kurz darauf mit einer starken Parade retten, ehe der Nachschuss knapp vorbeiging. Danach entwickelte sich das Spiel endgültig zu einer Einbahnstraße Richtung Gästetor. R. Holst schoss drüber, Hoffmann scheiterte an Keeper Ruge, und Dargetzow wirkte zunehmend platt. Zeitspiel wurde ihr letztes Mittel.
Gerade als keiner mehr so recht wusste, wer das erlösende Tor erzielen könnte, schlug die Stunde von Rückkehrer Dombrowski. Nach drei Wochen Verletzungspause schwang er sich in der 55. Minute zum „Rancher-Messias“ auf: Einen abgeblockten Distanzschuss hämmerte er ansatzlos ins lange Eck – die Massen jubelten ekstatisch, Bier floss in Strömen.
Danach hatte der NSV Chancen, die Führung auszubauen. Doch es blieb zunächst bei ausgelassenen Möglichkeiten. Stattdessen hätte Dargetzow fast den Ausgleich erzielt – wieder nach einem übersehenen Stürmerfoul. Doch P. Sulkowski machte es wenig später besser: In der 70. Minute verwandelte er nach schnellem Einwurf von Dombrowski per Bauernpike, sein leicht abgefälschter Schuss trudelte ins lange Eck. Göttliche Erleuchtung durchströmte die 51 Zuschauer.
Wenig später forderte Neumühle Elfmeter, nachdem Hoffmann im Strafraum zu Fall gebracht wurde – doch Carlsson sah auch dieses Foul nicht. Burghardt musste kurz darauf noch einmal eingreifen und verhinderte den Anschlusstreffer. Auf der Gegenseite hielt Ruge mit mehreren Paraden seine Mannschaft im Spiel.
In der 80. Minute wechselte Baruschke dreifach: B. Schröder, L. Holst und Maschler kamen für Hoffmann, Sulkowski und Grap. Letzterer bestätigte nach seiner Auswechslung sein Image als „Walter Frosch 2.0“ – nur mit weniger Haaren und Bier statt Zigaretten im Stutzen. Mit Pils und Kippe feierte er am Spielfeldrand seine Leistung und bezeichnete sich als „Messi“ – wohl eher eine Anspielung auf seine Wohnung als auf seine Ballkünste.
Die frischen Kräfte entschieden das Spiel endgültig. In der 83. Minute erzielte L. Holst per Kopf sein erstes Tor für den NSV. Nur drei Minuten später flankte B. Schröder ungewohnt präzise auf Antreiber Schöwe, der zum 4:0-Endstand traf. Kurz darauf pfiff Carlsson die Partie ab – womöglich zum Schutz der Gäste vor weiteren Gegentreffern.
Lautstark feierte Neumühle den ersten Saisonsieg, den man sich durch die mit Abstand beste Saisonleistung hochverdient hatte. Mit mehr Konsequenz vor dem Tor hätte das Ergebnis sogar noch deutlicher ausfallen können. Trainer Baruschke zeigte sich zufrieden, und die Freude war groß, dass es auf der Ranch endlich wieder etwas zu feiern gab. Diesen Schwung will man am sechsten Spieltag mitnehmen – dann geht es auswärts an die Ostsee zum Tabellenzweiten Boltenhagen.
Neumühle spielte mit:
Burghardt – Grap (80. B. Schröder), Zengel, T. Sulkowski, C. Schröder (C.) – Dombrowski, Schöwe – R. Holst (65. Hampusch), Salchow (65. Lode), Hoffmann (80. L. Holst) – P. Sulkowski (80. Maschler)
Ole Hoffmann verzichtete freiwillig auf einen Platz im Kader.
Chefredakteur NSV
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Nachdem man sich gegen den unangefochtenen Tabellenprimus ein 0:0 hart erkämpft hatte, stand für den Neumühler SV am 13. Spieltag der Kreisliga SN-NWM das Rückspiel gegen das andere Tabellenende an. Mit der SG Blau-Weiß Parum-Dümmer reiste das Tabellenschlusslicht an, welches im Hinspiel den Schwerinern einen harten Fight geliefert und einen Punkt ergattert hatte. Da die Landeshauptstädter damals ein sehr schwaches Spiel hinlegten, wollte Coach Baruschke von seiner Truppe auch ein deutlich besseres Auftreten sehen als noch in der Hinrunde. Da der direkte Konkurrent um Platz zwei, der Mecklenburger SV, am Tag zuvor etwas überraschend gegen Boltenhagen verloren hatte, konnte mit einem Sieg auch der zweite Tabellenplatz zurückgeholt werden, den man letzte Woche abgeben musste. Jenem Verein aus dem Ostseebad hatten die Gäste in der Vorwoche ebenfalls einen Punkt abgetrotzt und damit punktetechnisch den gleichen Start in die Rückrunde erlebt wie die Gastgeber. Dafür konnte der Hauptübungsleiter auf eine eingespielte Startelf zurückgreifen und musste „nur“ drei Wechsel vornehmen. Torwart Rusch musste Brille und Basecap vom letzten Wochenende regenerieren lassen, wodurch Burghardt zwischen die Pfosten rückte. In der Spitze begann der wiedergenesene Student Zengel, während im linken Mittelfeld Koffein-Kevin startete, jener Jungspund, der Kaffee zum Runterkommen trinkt. Beide ersetzten den gesperrten R. Holst und Hampusch, der auf der Bank Platz nahm. Geburtstagskind Bebernitz stand trotz nächtlicher Feier anlässlich seines Ehrentages damit zum zweiten Mal trotz glasiger Augen in der Startelf, vermutlich in dem Wissen, dass es ein ruhiges Spiel für ihn werden würde. Beim Aufwärmen griff Haudegen B. Schröder auf die gute alte Wärmesalbe zurück, die bekanntermaßen 30 Minuten Aufwärmen ersetzt. In der Zwischenzeit vermisste Malocher Hahn, heute wegen eines verlorenen Autoschlüssels beinahe nicht spielfähig, seine Magnesiumtabletten. Diese hatte L. Holst in der Vorwoche allesamt zur sinnbefreiten Behandlung seiner bereits malträtierten Wade verputzt. Bei besten Wetterbedingungen und halbwegs akzeptablen Platzbedingungen pfiff Schiedsrichter Florian Scharf die Partie vor 60 Zuschauern an. Von Beginn an wurde das Bild deutlich, das sich durch das gesamte Spiel ziehen sollte: Die Gastgeber drückten ohne Pause, der Gegner parkte den Bus mit zehn Mann in der eigenen Hälfte wie ein Nahverkehrsfahrer, der gerade nicht streikt (Grüße an ver.di). Der Ball wurde nach dem Motto „lang und weit bringt Sicherheit“ in fast jeder Situation weit weg gepöhlt. Bei der ersten Ecke befanden sich alle Spieler von Parum-Dümmer im eigenen Strafraum, was selbst Diego Simeone und Atletico Madrid vor Neid erblassen lassen würde. Entsprechend schwer fanden die Neumühler ins Spiel und suchten die Lücke in der gegnerischen Vierer- bis Achterkette. Die Gäste versuchten über Konter und Standards gefährlich zu werden und hatten eine erste Annäherung, als nach einer Ecke und anschließendem Hau- und Stechgelage mehrere Abschlüsse gerade noch geblockt werden konnten. Ansonsten fokussierten sie sich aufs Verteidigen und blieben offensiv das gesamte Spiel harmlos. Durch eine harte Gangart am Rande des Erlaubten versuchte man, die spielerischen Defizite auszugleichen. Dies gelang bis zur 24. Minute, als P. Sulkowski, zuletzt in bester Piszczek-Manier vom Stürmer zum rechten Verteidiger umgeschult, einen Volley aus 16 Metern wunderschön über den Keeper in den rechten Winkel streichelte. Viel änderte sich nicht durch den Führungstreffer, nach wie vor wirkte das Spiel der Rancher behäbig und ohne Präzision, als hätte das Unentschieden der letzten Woche noch seine fitnesstechnischen Nachwirkungen. Immerhin konnte man sieben Minuten später erhöhen, Hoffmann ließ nach Ablage von Dampfwalze Bebernitz technisch fein die Kugel über den Schlappen rutschen (nehmen wir mal an, es war Absicht) und Thomas Bruhn war erneut chancenlos. Angesichts der Führung und der fehlenden Durchschlagskraft des Kontrahenten hatte man nun eine gute Ausgangslage, auf der man weiter aufbauen wollte. Man kam etwas besser ins Spiel und in die Zweikämpfe, blieb im Angriff aber oft noch zu harmlos, was auch an der Herangehensweise der Gäste lag. Gerade Spielmacher Dombrowski und Koffein-Kevin mussten hart einstecken. Somit ging es in einer ereignisarmen und fußballerisch so gut wie gar nicht ansehbaren Spielhälfte in die Halbzeit. Der NSV dominierte die Halbzeit ohne sichtbare Mühe und hätte noch einen Elfmeter bekommen können, den Scharf ihm aber verwehrte. Baruschke zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden, wies aber zu Recht darauf hin, dass alles andere aufbaufähig war. Trotzdem ging es ohne Wechsel in die zweiten 45 Minuten. Diese begannen mit dem ersten und einzigen Torschuss der Gäste, die den Anstoß direkt aufs Tor dreschen wollten, aber Burghardt damit nicht überraschen konnten. Frank Buschmann hätte bei FIFA gesagt, dass er den auch mit der Mütze seiner Omma gehalten hätte. Die Spielgemeinschaft verschärfte die Gangart noch einmal merklich und packte in den Duellen noch mehr zu. Highlight unmittelbar nach Wiederanpfiff war ein Zweikampf, in dem der Rechtsverteidiger Koffein-Kevin einhakte und mit ihm Arm in Arm spazieren ging wie ein adliges Pärchen bei einem Ball in „Bridgerton“. Wenig später erhöhte Dombrowski auf 3:0, als er nach einem langen Ball von Käptn Schrotti und guter Kopfballquerlage von Zengel im Fallen die Kugel per Omme über die Linie drückte. Eine schöne Hommage an den nach wie vor ausfallenden Bauchklatschmeister Grap, der diese Vorentscheidung mit dem Genuss mehrerer Pilsetten trotz Ordnerweste angemessen feierte. Die Partie war nun entschieden, auch wenn sich die Gäste nach wie vor nicht aufgaben. Für den NSV ergaben sich nun mehr Räume, sodass der Fußball auch etwas besser aussah. Nur Chancen blieben nach wie vor Mangelware, symptomatisch war eine Situation nach einem Standard, als mehrere Schussversuche von den aufopferungsvoll kämpfenden Verteidigern geblockt wurden, während sich Zengel bei seinen verzweifelten Rufen nach dem Ball die Stimmbänder wund schrie. Baruschke brachte in der 70. Minute Mähdrescher B. Schröder und Hampusch für P. Sulkowski sowie den verwarnten und entnervten Salchow, womit er seiner Offensive neuen Schwung für die Schlussviertelstunde einhauchte. Jener Hampusch vergab kurz nach seiner Einwechslung eine gute Chance aufs 4:0. Vorangegangen war ein schöner Spielzug über mehrere Stationen, den abschließenden Querpass bugsierte er jedoch nur an die Latte und den Nachschuss an den am Boden liegenden Gegner. In der 78. Minute tauschte der Trainer erneut, Lode und Pohl ersetzten Hoffmann und Hahn. Die frischen Beine drängten nun auf den nächsten Treffer, mussten damit aber bis zwei Minuten vor Schluss warten, als Hampusch platziert ins Eck abschloss. Zuvor hatte man in Person von Lode und Bebernitz gute Situationen ungenutzt gelassen. Einen kurzen Schreckmoment gab es, als B. Schröder und ein Gegenspieler im Luftduell hart zusammenrauschten. Nach kurzer Behandlungspause stellte der Heimspieler das Schielen aber wieder ein und auch sein Kontrahent konnte mit einem Pflaster weiterspielen. Bis auf den Unparteiischen wussten alle, dass nichts mehr im Spiel passieren würde, doch Scharf schien Spaß am Spiel zu haben, weshalb er fünf Minuten Nachspielzeit verhängte. Dort geschah aber keinerlei Relevantes, die Begegnung endete folgerichtig mit einem hochverdienten 4:0. Durch den müh-, aber auch glanzlosen Sieg gegen das Tabellenschlusslicht überholt der Neumühler wieder den Mecklenburger SV und belegt damit erneut Platz zwei, auf den aktuell noch fünf Teams realistische Chancen haben. Für dieses Spiel wird es offensiv aber etwas mehr brauchen, um erneut als Sieger vom Platz zu gehen und die Serie von neun Spielen ohne Niederlage aufrechtzuerhalten. Auf fußballerisch niedrigem Niveau war die einseitige Partie zu keiner Zeit gefährdet und Burghardt erlebte einen entspannten Nachmittag, den Koffein-Kevin mit drei Pizzen und Netflix angemessen zu Ende bringen wollte. Gemeinsam genoss man nach Abpfiff noch das schöne Wetter und Mama Sulkowski nutzte den Moment für ein schönes Familienbild mit den Söhnen, die auf dem Foto mehr strahlten als die mittlerweile etwas tiefstehende Sonne. In der nächsten Woche kommt es für die Schweriner zum nächsten Spitzenspiel, wenn man zum direkten Duell um die Vizemeisterschaft zum Tabellennachbarn nach Dorf Mecklenburg reist. Die SG Blau-Weiß Parum-Dümmer empfängt einen Tag früher am Freitagabend den Gostorfer SV um Goalgetter Jerome Brandt, der nach einer Niederlage gegen Spitzenreiter Schlagsdorf/Mustin zuletzt Federn lassen musste im Kampf um den verbleibenden Aufstiegsrang. NSV spielte mit: Burghardt – P. Sulkowski (70. B. Schröder), T. Sulkowski, C. Schröder (C), Bebernitz – Hahn (78. Pohl), Schöwe – Hoffmann (78. Lode), Dombrowski, Salchow (70. Hampusch) – Zengel

Basecap sichert gelungenen Rückrundenauftakt Die Rückrunde der Saison 2025/2026 startete in der Kreisliga SN/NWM mit einem echten Highlight: Der Tabellenzweite Neumühler SV empfing den unangefochtenen Tabellenprimus von der SG Schlagsdorf/Mustin. Beide Teams wiesen die längsten Siegesserien der Liga auf. Der Tabellenführer hatte in der Hinrunde keinen einzigen Punkt abgegeben und stand nach 11 Spielen mit 33 Punkten und 59:5 Toren ganz oben. Dahinter rangierte der NSV mit sieben Siegen hintereinander und 42:17 Toren bei 23 Punkten. Im Hinspiel hatte man eine herbe 5:0-Auswärtspleite hinnehmen müssen und sich nahezu im Spiel aufgegeben. Daher lag auch der Fokus des heutigen Spiels darauf, eine geschlossene Mannschaftsleistung zu zeigen und nicht auseinanderzufallen. Die Stärke des Gegners kannte man jetzt. Die Gastgeber hatten nur eine stark verkürzte Vorbereitung auf dieses Topspiel mit lediglich drei Trainingseinheiten und eineinhalb Testspielen, während die Gäste ohne Testspiele, dafür mit einem 4:0-Pokalsieg gegen den ligahöheren SFV Holthusen im Gepäck, mit reichlich Selbstvertrauen auf die Ranch reisten. Coach Baruschke konnte auf einen breiten Kader zurückgreifen, musste aber kurzfristig den Ausfall von Abwehrspieler Zengel verkraften. Seinem Team verordnete er einen defensiven Ansatz, der über Konter gefährlich werden sollte. Jeder einzelne Spieler erhielt detaillierte Anweisungen über seine heutige Rolle, sodass seine Recken ideal eingestellt wurden. In der Startelf durfte sich Stürmer Philipp Sulkowski rechts hinten probieren, da Tiefflieger Grap noch länger ausfällt. Links hinten kam Dampfwalze Bebernitz frisch aus dem Urlaub direkt auf den Platz. Auf der Sechs feierte Abräumer Hahn mal wieder sein Comeback nach einer Verletzung neben Dauerläufer Schöwe. Vorne sollten Hoffmann, Dombrowski, R. Holst und Hampusch für Gefahr sorgen. Die Heimelf setzte von Beginn an die Anweisungen des Trainers um. Kompromisslos ging es in die Zweikämpfe, um den spielstarken Gast gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen. Dies gelang auch ganz gut. Nach einigen halbgefährlichen Diagonalbällen stellte man sich darauf ein und verteidigte sie souverän. Der Spitzenreiter wusste kein richtiges Mittel gegen den kompakten Block der Neumühler und leistete sich hinten manchmal kleine Fehler, die der NSV leider nicht ausnutzen konnte. Die beste Gelegenheit vergab Hampusch, heute als Mittelstürmer in ungewohnter Rolle, als er freistehend vor Schlussmann Schulz nur eine hüpfelnde Rückgabe zustande brachte. Auf der Gegenseite klärte Käpt’n Schröder, der mit T. Sulkowski die Innenverteidigung bildete, einen Distanzschuss aufs leere Tor, nachdem Torwart Rusch einen langen Ball nur unzureichend klären konnte. Ansonsten spielte sich viel im Mittelfeld ab, man neutralisierte sich klassisch gegenseitig. Eigene Angriffe konnten die Schweriner kaum richtig aufziehen, da sie permanent aggressiv gepresst wurden; bei Kontern fehlte oft die Genauigkeit. Dafür stand die Defensive und man ließ nur wenig zu. So ging es mit einem ausgeglichenen 0:0 in die Halbzeit. Die Ranch mit ihrem holprigen Untergrund war auch ein Faktor und sorgte für den einen oder anderen frustrierten Gesichtsausdruck bei den Gästen; teilweise fiel sogar das Wort „Kartoffelacker“. Der mit dem Spiel seiner Mannschaft sehr zufriedene Baruschke wechselte einmal und brachte Salchow für Hampusch. Der Gast verzichtete wie im gesamten Spiel auf Wechsel. Im zweiten Durchgang blieb das Bild wie im ersten: Schlagsdorf/Mustin probierte viel mit langen Bällen, blieb aber erfolglos. So wurden es vermehrt Standards, mit denen sie versuchten, gefährlich zu werden. Aber auch hier bekam die Heimmannschaft immer wieder ein Bein dazwischen. Die größte Chance gab es dann aus dem Nichts für den nur 1,72 m großen Jenzen, der am langen Pfosten die Kugel per Kopf aber nicht über den Lulatsch Rusch bringen konnte. Generell wurde jener Jenzen jetzt von seinen Mitspielern gesucht und sollte durch seine individuelle Klasse für die entscheidenden Momente sorgen. Neumühle konnte aus dem Nichts plötzlich eine Riesenchance verzeichnen, als Dombrowskis Schuss aufs halbleere Tor noch in letzter Sekunde geblockt werden konnte. Dies sollte jedoch der letzte wirklich gefährliche Schuss aufs Tor bleiben. Ab der 70. Minute drückte die angereiste Spielgemeinschaft noch stärker auf den Führungstreffer. Kurz zuvor ersetzte Lode den morschen Hahn, dessen Körper nur 66 Minuten voller Belastung standhielt. Angetrieben von Zehner Jenzen wurde es für Rusch und seine Vorderleute richtig brenzlig. Erst kullerte ein Schuss aus 16 Metern nur knapp links vorbei, kurz darauf schob ein Stürmer den Ball nur wenige Zentimeter auf der anderen Seite daneben, wieder perfekt eingesetzt von seiner Nummer 10. Nach diesen beiden Schockmomenten gab es nur kurz Luft zum Atmen und der Keeper der Gastgeber musste jetzt auch mal richtig ran. Eine lange Flanke von links, mal wieder von Jenzen, klärte er in letzter Sekunde mit vollem Körpereinsatz vor dem heranrauschenden Angreifer, den er dabei dort traf, wo es am meisten wehtat. Er selbst blieb auch kurz liegen und musste behandelt werden, konnte aber in der heißen Schlussphase weiterspielen. Mittlerweile gingen die Blicke des NSV immer wehleidiger auf die Stadionuhr, da die Kondition nachließ und der Gegner unaufhörlich anlief. Plötzlich ergab sich nun die Riesengelegenheit auf den Führungstreffer des Spitzenreiters: Ein Loch in der Abwehrkette wurde perfekt ausgenutzt und Jenzen tauchte halblinks im Strafraum frei vor Rusch auf. Sein Schuss wäre wohl perfekt über den Schlussmann ins Tor geflogen, doch in jenem Moment, als alle Hoffnung erlosch, schwang sich etwas auf, der Held des Spiels zu werden. Das Basecap, das der Torhüter auf seinem Kopf als Schutz gegen die tiefstehende Sonne trug, fälschte die über den Scheitel seines Trägers zischende Kugel zur Ecke ab und rettete das Unentschieden. Auch die Brille hatte ihren Anteil an dieser Wahnsinnsparade gehabt und musste von P. Sulkowski geflickt werden, der rechts hinten ein überragendes Spiel machte, in der 90. Minute aber völlig ausgelaugt runter musste, nachdem er bunte Würmchen in seinen Augen sah (oder er hatte einfach Lust auf die bunten Glühwürmchen von Trolli). Für ihn kam Haudegen B. Schröder ins Spiel. Nach diesem Schreckmoment fokussierten sich die Schweriner wieder etwas mehr und überstanden die letzten Minuten wieder souveräner, mussten in der 94. Minute aber eine Gelb-Rote Karte hinnehmen, als R. Holst vom Platz flog. Kurz danach war aber Schluss und der Unparteiische Daniel Schmidt beendete vor 75 Zuschauern die Partie. Somit endeten für beide Teams die langen Siegesserien nach diesem ausgeglichenen 0:0, auch wenn die Gäste gerade zum Schluss der Führung deutlich näherkamen. Durch ein taktisch überragendes Spiel ließ man nur wenig zu; nur Jenzen bekam man nicht immer in den Griff. Der Gast konnte mit seinen langen Bällen nur anfänglich für Gefahr sorgen und hatte bis auf seinen Kapitän keinen Alternativplan gegen das Bollwerk auf der Ranch. Der anstehenden Meisterschaft wird das etwas überraschende Unentschieden kein Hindernis sein; zu souverän pflügt der Aufsteiger aus Schleswig-Holstein durch die Schweriner Kreisliga und hat nun neun Punkte Vorsprung auf den Zweiten vom Mecklenburger SV, die durch ein 5:1 gegen Dargetzow am Neumühler SV vorbeizogen. Für den NSV bedeutete das Spiel einen gewonnenen Punkt im engen Rennen um Platz zwei, mit dem jeder zufrieden war, sowie ein schönes Geburtstagsgeschenk für Grap und Vorstand Heiko Schröder. Die Revanche für die Pleite am ersten Spieltag war gelungen. Der Tabellenführer reiste mit dem ersten Unentschieden nach seiner unglaublichen Siegesserie von elf Spielen erstmals mit nur einem Punkt nach Hause. Als Nächstes reist er am 13. Spieltag zum nächsten Spitzenspiel zum Gostorfer SV mit Toptorjäger Jerome Brandt, der mittlerweile bei 23 Buden steht und damit neun Stück vor Jenzen liegt, der sich auf Platz zwei befindet. Der Neumühler SV empfängt dann eine weitere Spielgemeinschaft, diesmal aus Parum/Dümmer, und wird erneut versuchen, das ganz schwache Hinspiel, das 1:1 endete, vergessen zu machen. Neumühle spielte mit: Rusch – P. Sulkowski (90. B. Schröder), T. Sulkowski, C. Schröder (C), Bebernitz – Hahn (66. Lode), Schöwe – R. Holst, Dombrowski, Hoffmann – Hampusch (46. Salchow) Ebenfalls im Kader: Nittke, L. Holst, Burghardt (T)




