Willkommen beim Neumühler SV

von Heiko Schröder 9. April 2026
Coach Baruschke konnte nach dem Rückrundenstart zufrieden sein. Mit vier Punkten aus zwei Spielen begann die zweite Halbserie für sein Team deutlich erfolgreicher als die erste, und durch die Niederlage des Konkurrenten Mecklenburger SV gegen SC Ostseebad Boltenhagen stand man wieder auf dem Vizemeisterplatz. Gegen erstgenannte trat man heute im Topspiel des Spieltages an. Zum dritten Mal in Folge war ein Großteil des Kaders unverändert, sodass nur Schlussmann Rusch (heute ohne Basecap) wieder zwischen die Pfosten rückte und R. Holst nach abgesessener Sperre auf Rechtsaußen startete. Ansonsten blieben die Startaufstellung und die Abläufe gleich, weswegen die Taktikansprache in den zwei Gästekabinen in Rekordzeit abgehalten wurde, bevor er seine Mannen in das eklige Mecklenburger Regenwetter rausschickte. Wie in den beiden Spielen zuvor war auch an diesem Spieltag ein Teil der Gedanken noch im Hinspiel, als man trotz eines überlegenen Auftritts und einer Führung mit 2:3 auf der heimischen Ranch verlor. Durch einen Sieg wollte man sich im engen Aufstiegsrennen der Kreisliga SN-NWM gegenüber den anderen Teams absetzen. Dafür wollte man erneut etwas mutiger ins Pressing gehen und den Gegner zu Fehlern zwingen, wie es in der Woche zuvor gegen das Schlusslicht aus Parum/Dümmer gut geklappt hatte. Bei ungemütlichen Bedingungen pfiff der Unparteiische Michael Gniffke vor 58 gespannten Zuschauern die Partie an. Und es ging früh so los, wie es Baruschke bestimmt erträumt hatte. Durch einen guten Pressingmoment eroberte der NSV in der siebten Minute den Ball tief in der gegnerischen Hälfte. Jungstar Dombrowski übersah zwar den vollkommen freien Stürmer Zengel, hatte aber anschließend eine Menge Dusel, als Heimkeeper Krüger seinen eigentlich ungefährlichen Abschluss aus 20 Metern unter sich durchrutschen ließ, als wäre das Spielgerät mit Butter eingeschmiert. Die frühe Führung führte unmittelbar zu einer taktischen Umstellung bei den Gastgebern, die vorher noch versucht hatten, das Spiel flach aufzubauen. Nun verlagerte man sich auf lange Bälle, die die physisch starken Stürmer verlängern oder festmachen sollten. Doch direkt nach Wiederanpfiff gab es die Chance aufs 0:2, als mehrere Abschlüsse der Gäste gerade noch von Krüger und seinen Abwehrleuten geblockt werden konnten. R. Holst forderte sogar Elfmeter, erhielt diesen jedoch nicht. Nichtsdestotrotz dominierten die Schweriner die Anfangsviertelstunde. Umso überraschender fiel dann der Ausgleich in der 17. Minute, nachdem Abräumer Hahn den Ball im Mittelfeld verloren hatte. Abwehrspieler T. Sulkowski wollte die Kugel am eigenen Sechzehner wegdreschen, traf aber nur die Vaterplauze von Hahn, der damit perfekt für den vollkommen freien Blum ablegte. Dieser sagte artig „danke“ und schob aus heiterem Himmel zum 1:1 ein. Neumühle schüttelte sich kurz und übernahm danach wieder die Kontrolle über das Spiel, auch wenn man nicht jeden Flugball von Dorf Mecklenburg perfekt verteidigte. Nur im Aufbau fand man nicht immer die perfekte Lösung und war mehr auf gelungene Einzelaktionen angewiesen. Nach einer solchen traf Zauberer Dombrowski aus ähnlicher Position wie beim Führungstreffer nur den Innenpfosten, nach einem Rückpass vom Fünfmeterraum verfehlte ein Angreifer das halbleere Tor aus wenigen Metern, weil beim Abschluss die Überzeugung fehlte. Und so brauchte man etwas Unterstützung des Schiedsrichters, der den Angereisten einen strittigen Elfmeter vier Minuten vor der Halbzeit zusprach. Beim angeblichen Foul knallte es zwar so laut, dass es bis nach Wismar zu hören war, dennoch hatte der Verteidiger in hoher Intensität eigentlich zuerst klar den Ball gespielt und danach Dombrowskis Fußgelenk um 180 Grad umgebogen. Kapitän Schrotti war es egal, und auch die (regelwidrigen?) Ablenkungsversuche von Krüger auf der Linie ließen ihn kälter als das vorherrschende Regenwetter. Abgezockt schob er die Kugel von sich aus gesehen unten rechts über die Linie und verlud Krüger damit wie einen Kasten Bier in sein Auto. Nun wollte man diesen zweiten Vorsprung, den man so herbeigesehnt hatte, das kurze Stück in die Halbzeit bringen, scheiterte aber kläglich daran. Nur 120 Sekunden später drosch Matzkeit einen halbgar geklärten Freistoß aus 18 Metern aufs Tor, Rusch sah im Gewusel vor sich nichts, und Allstar Schöwe fälschte zum Schluss noch unhaltbar ins linke Eck ab. Große Freude herrschte bei den Gastgebern, ebenso groß fiel der Ärger der Schweriner aus. Mit diesem unnötigen 2:2 ging es in die Halbzeit. Die ersten 45 Minuten waren dabei geprägt von vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten. Baruschke forderte in der Kabine schnelleres Umschalten von seinen Spielern, um die unsichere Defensive des Gegners besser auszunutzen. Der zweite Durchgang begann da, wo man davor aufgehört hatte. Viel Stückwerk auf beiden Seiten, man passte sich dem trägen, schwerfälligen Wetter wie schon in der ersten Halbzeit an und brachte nur wenig Ansehnliches aufs Feld. In der 54. Minute wechselte Baruschke erstmals und brachte Koffein-Kevin Salchow für den angeschlagenen Hahn, Zengel rückte aus der Sturmspitze auf die Sechs. Diese Umstellung sollte sich gleich bezahlt machen. Einen Freistoß von Schröder legte Dampfwalze Bebernitz per Kopf auf Zengel ab, der sträflich frei war und in Minute 57 überlegt per Kopf die dritte Führung erzielte. Diese sollte nun endlich ausreichen, um mit Punkten wieder nach Hause zu fahren. Weiterhin investierte man mehr in der Offensive, scheiterte aber an der eigenen Effizienz. So verlängerte beispielsweise Dombrowski eine Flanke von Salchow per Schlangenhals-Kopfball knapp am langen Pfosten vorbei. Dorf Mecklenburg kam langsam, aber stetig zurück ins Spiel, haute sich leidenschaftlich in alle Zweikämpfe und konnte durch einen Sonntagsschuss am Samstag erneut ausgleichen. Ein schlecht bereinigter Ball landete bei Kosel, der aus dem Stand und großer Entfernung die Kugel sensationell über Rusch hinweg unter die Latte zum 3:3 beförderte. Erneut hatte das Heimteam mehr oder weniger aus dem Nichts den Ausgleich erzielt. Hahn prophezeite auf der Bank neben Magnesiummapfer L. Holst schon den weiteren Ausgang des Spiels, der in der 79. Minute wahr werden sollte. Erneut klärte man eine Situation unnötig schlecht, erneut trafen die Gäste per Traumtor und gingen durch Doppelpacker Matzkeit erstmals selbst in Front. Kurz zuvor musste Baruschke zweimal wechseln und den gelb-rot gefährdeten R. Holst sowie den angeschlagenen Dombrowski durch Nittke und Pohl ersetzen. In der Schlussviertelstunde rannte man nun an und versuchte, wenigstens noch das Unentschieden und damit auch Platz zwei zu retten. Nach einer gelb-roten Karte gegen Flügelflitzer Hoffmann wurde diese Aufgabe nur umso schwerer, jedoch stürmte und drängte man wie ein junger Goethe auf das 4:4. Doch nach wie vor hatte man Schwierigkeiten, echte Chancen herauszuspielen. Plötzlich ergab sich für den mittlerweile wieder ins Sturmzentrum gewechselten P. Sulkowski (also offiziell wieder Stürmer-Sulkowski?) die Gelegenheit auf den sehr späten Ausgleich. Pohl schickte Koffein-Kevin steil, dessen Querpass landete bei besagtem Angreifer, der aus zwei Metern jedoch an Krüger scheiterte, der mit seiner starken Parade jenen Fehler vom Anfang des Spiels wettmachte und seinen Farben den Sieg rettete. Kurz vor Schluss gab es noch einen kurzen Schreckmoment, als Torschütze Matzkeit schwer gezeichnet nach einer Abwehraktion den Platz verlassen musste. Hoffentlich war alles nicht ganz so schlimm, wie es kurz aussah. Den Rest der Spielzeit verteidigte der Mecklenburger SV weiterhin leidenschaftlich und vergab in der letzten Aktion nach einem Konter aufs leere Tor die Entscheidung, denn Rusch konnte auch ohne Basecap spektakulär retten und verhinderte das fünfte Gegentor sogar mit seinem Rücken durch eine rückwärts gesprungene blinde Parade. Direkt danach war Schluss, Gniffke beendete das Topspiel. Somit stand man wie in der Hinrunde bei einer knappen Niederlage und musste sich erneut fragen, wie man dieses Spiel verlieren konnte. Erstaunlich ähnlich wie am dritten Spieltag schoss man das erste Tor und war eigentlich feldüberlegen, nur um am Ende trotz dreier (!) Führungen als Verlierer vom Platz zu gehen. Gerade in der ersten Halbzeit vergab man zu viele gute Chancen, während der Gastgeber effizient war und hingebungsvoll verteidigte, um sich den glücklichen Sieg zu sichern. Damit tauschen beide Teams in der Tabelle die Plätze: Dorf Mecklenburg klettert auf Aufstiegsplatz zwei, während der Neumühler SV von nun an von Platz drei aus in der Jägerrolle ist. Vielleicht wendet sich das Blatt im Aufstiegsrennen erneut am 15. Spieltag, wenn der NSV auf seiner Ranch den Groß Salitzer SC empfängt, der überraschend auf seinem schmalen Geläuf die Boltenhagener Mannschaft schlug. Der Mecklenburger SV reist zum nächsten Spitzenspiel zum Gostorfer SV. NSV spielte mit: Rusch – P. Sulkowski, T. Sulkowski, C. Schröder (C), Bebernitz – Hahn (54. Salchow), Schöwe – R. Holst (75. Nittke), Dombrowski (75. Pohl), Hoffmann – Zengel Ebenfalls im Kader: L. Holst, B. Schröder
23. März 2026
Nachdem man sich gegen den unangefochtenen Tabellenprimus ein 0:0 hart erkämpft hatte, stand für den Neumühler SV am 13. Spieltag der Kreisliga SN-NWM das Rückspiel gegen das andere Tabellenende an. Mit der SG Blau-Weiß Parum-Dümmer reiste das Tabellenschlusslicht an, welches im Hinspiel den Schwerinern einen harten Fight geliefert und einen Punkt ergattert hatte. Da die Landeshauptstädter damals ein sehr schwaches Spiel hinlegten, wollte Coach Baruschke von seiner Truppe auch ein deutlich besseres Auftreten sehen als noch in der Hinrunde. Da der direkte Konkurrent um Platz zwei, der Mecklenburger SV, am Tag zuvor etwas überraschend gegen Boltenhagen verloren hatte, konnte mit einem Sieg auch der zweite Tabellenplatz zurückgeholt werden, den man letzte Woche abgeben musste. Jenem Verein aus dem Ostseebad hatten die Gäste in der Vorwoche ebenfalls einen Punkt abgetrotzt und damit punktetechnisch den gleichen Start in die Rückrunde erlebt wie die Gastgeber. Dafür konnte der Hauptübungsleiter auf eine eingespielte Startelf zurückgreifen und musste „nur“ drei Wechsel vornehmen. Torwart Rusch musste Brille und Basecap vom letzten Wochenende regenerieren lassen, wodurch Burghardt zwischen die Pfosten rückte. In der Spitze begann der wiedergenesene Student Zengel, während im linken Mittelfeld Koffein-Kevin startete, jener Jungspund, der Kaffee zum Runterkommen trinkt. Beide ersetzten den gesperrten R. Holst und Hampusch, der auf der Bank Platz nahm. Geburtstagskind Bebernitz stand trotz nächtlicher Feier anlässlich seines Ehrentages damit zum zweiten Mal trotz glasiger Augen in der Startelf, vermutlich in dem Wissen, dass es ein ruhiges Spiel für ihn werden würde. Beim Aufwärmen griff Haudegen B. Schröder auf die gute alte Wärmesalbe zurück, die bekanntermaßen 30 Minuten Aufwärmen ersetzt. In der Zwischenzeit vermisste Malocher Hahn, heute wegen eines verlorenen Autoschlüssels beinahe nicht spielfähig, seine Magnesiumtabletten. Diese hatte L. Holst in der Vorwoche allesamt zur sinnbefreiten Behandlung seiner bereits malträtierten Wade verputzt. Bei besten Wetterbedingungen und halbwegs akzeptablen Platzbedingungen pfiff Schiedsrichter Florian Scharf die Partie vor 60 Zuschauern an. Von Beginn an wurde das Bild deutlich, das sich durch das gesamte Spiel ziehen sollte: Die Gastgeber drückten ohne Pause, der Gegner parkte den Bus mit zehn Mann in der eigenen Hälfte wie ein Nahverkehrsfahrer, der gerade nicht streikt (Grüße an ver.di). Der Ball wurde nach dem Motto „lang und weit bringt Sicherheit“ in fast jeder Situation weit weg gepöhlt. Bei der ersten Ecke befanden sich alle Spieler von Parum-Dümmer im eigenen Strafraum, was selbst Diego Simeone und Atletico Madrid vor Neid erblassen lassen würde. Entsprechend schwer fanden die Neumühler ins Spiel und suchten die Lücke in der gegnerischen Vierer- bis Achterkette. Die Gäste versuchten über Konter und Standards gefährlich zu werden und hatten eine erste Annäherung, als nach einer Ecke und anschließendem Hau- und Stechgelage mehrere Abschlüsse gerade noch geblockt werden konnten. Ansonsten fokussierten sie sich aufs Verteidigen und blieben offensiv das gesamte Spiel harmlos. Durch eine harte Gangart am Rande des Erlaubten versuchte man, die spielerischen Defizite auszugleichen. Dies gelang bis zur 24. Minute, als P. Sulkowski, zuletzt in bester Piszczek-Manier vom Stürmer zum rechten Verteidiger umgeschult, einen Volley aus 16 Metern wunderschön über den Keeper in den rechten Winkel streichelte. Viel änderte sich nicht durch den Führungstreffer, nach wie vor wirkte das Spiel der Rancher behäbig und ohne Präzision, als hätte das Unentschieden der letzten Woche noch seine fitnesstechnischen Nachwirkungen. Immerhin konnte man sieben Minuten später erhöhen, Hoffmann ließ nach Ablage von Dampfwalze Bebernitz technisch fein die Kugel über den Schlappen rutschen (nehmen wir mal an, es war Absicht) und Thomas Bruhn war erneut chancenlos. Angesichts der Führung und der fehlenden Durchschlagskraft des Kontrahenten hatte man nun eine gute Ausgangslage, auf der man weiter aufbauen wollte. Man kam etwas besser ins Spiel und in die Zweikämpfe, blieb im Angriff aber oft noch zu harmlos, was auch an der Herangehensweise der Gäste lag. Gerade Spielmacher Dombrowski und Koffein-Kevin mussten hart einstecken. Somit ging es in einer ereignisarmen und fußballerisch so gut wie gar nicht ansehbaren Spielhälfte in die Halbzeit. Der NSV dominierte die Halbzeit ohne sichtbare Mühe und hätte noch einen Elfmeter bekommen können, den Scharf ihm aber verwehrte. Baruschke zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden, wies aber zu Recht darauf hin, dass alles andere aufbaufähig war. Trotzdem ging es ohne Wechsel in die zweiten 45 Minuten. Diese begannen mit dem ersten und einzigen Torschuss der Gäste, die den Anstoß direkt aufs Tor dreschen wollten, aber Burghardt damit nicht überraschen konnten. Frank Buschmann hätte bei FIFA gesagt, dass er den auch mit der Mütze seiner Omma gehalten hätte. Die Spielgemeinschaft verschärfte die Gangart noch einmal merklich und packte in den Duellen noch mehr zu. Highlight unmittelbar nach Wiederanpfiff war ein Zweikampf, in dem der Rechtsverteidiger Koffein-Kevin einhakte und mit ihm Arm in Arm spazieren ging wie ein adliges Pärchen bei einem Ball in „Bridgerton“. Wenig später erhöhte Dombrowski auf 3:0, als er nach einem langen Ball von Käptn Schrotti und guter Kopfballquerlage von Zengel im Fallen die Kugel per Omme über die Linie drückte. Eine schöne Hommage an den nach wie vor ausfallenden Bauchklatschmeister Grap, der diese Vorentscheidung mit dem Genuss mehrerer Pilsetten trotz Ordnerweste angemessen feierte. Die Partie war nun entschieden, auch wenn sich die Gäste nach wie vor nicht aufgaben. Für den NSV ergaben sich nun mehr Räume, sodass der Fußball auch etwas besser aussah. Nur Chancen blieben nach wie vor Mangelware, symptomatisch war eine Situation nach einem Standard, als mehrere Schussversuche von den aufopferungsvoll kämpfenden Verteidigern geblockt wurden, während sich Zengel bei seinen verzweifelten Rufen nach dem Ball die Stimmbänder wund schrie. Baruschke brachte in der 70. Minute Mähdrescher B. Schröder und Hampusch für P. Sulkowski sowie den verwarnten und entnervten Salchow, womit er seiner Offensive neuen Schwung für die Schlussviertelstunde einhauchte. Jener Hampusch vergab kurz nach seiner Einwechslung eine gute Chance aufs 4:0. Vorangegangen war ein schöner Spielzug über mehrere Stationen, den abschließenden Querpass bugsierte er jedoch nur an die Latte und den Nachschuss an den am Boden liegenden Gegner. In der 78. Minute tauschte der Trainer erneut, Lode und Pohl ersetzten Hoffmann und Hahn. Die frischen Beine drängten nun auf den nächsten Treffer, mussten damit aber bis zwei Minuten vor Schluss warten, als Hampusch platziert ins Eck abschloss. Zuvor hatte man in Person von Lode und Bebernitz gute Situationen ungenutzt gelassen. Einen kurzen Schreckmoment gab es, als B. Schröder und ein Gegenspieler im Luftduell hart zusammenrauschten. Nach kurzer Behandlungspause stellte der Heimspieler das Schielen aber wieder ein und auch sein Kontrahent konnte mit einem Pflaster weiterspielen. Bis auf den Unparteiischen wussten alle, dass nichts mehr im Spiel passieren würde, doch Scharf schien Spaß am Spiel zu haben, weshalb er fünf Minuten Nachspielzeit verhängte. Dort geschah aber keinerlei Relevantes, die Begegnung endete folgerichtig mit einem hochverdienten 4:0. Durch den müh-, aber auch glanzlosen Sieg gegen das Tabellenschlusslicht überholt der Neumühler wieder den Mecklenburger SV und belegt damit erneut Platz zwei, auf den aktuell noch fünf Teams realistische Chancen haben. Für dieses Spiel wird es offensiv aber etwas mehr brauchen, um erneut als Sieger vom Platz zu gehen und die Serie von neun Spielen ohne Niederlage aufrechtzuerhalten. Auf fußballerisch niedrigem Niveau war die einseitige Partie zu keiner Zeit gefährdet und Burghardt erlebte einen entspannten Nachmittag, den Koffein-Kevin mit drei Pizzen und Netflix angemessen zu Ende bringen wollte. Gemeinsam genoss man nach Abpfiff noch das schöne Wetter und Mama Sulkowski nutzte den Moment für ein schönes Familienbild mit den Söhnen, die auf dem Foto mehr strahlten als die mittlerweile etwas tiefstehende Sonne. In der nächsten Woche kommt es für die Schweriner zum nächsten Spitzenspiel, wenn man zum direkten Duell um die Vizemeisterschaft zum Tabellennachbarn nach Dorf Mecklenburg reist. Die SG Blau-Weiß Parum-Dümmer empfängt einen Tag früher am Freitagabend den Gostorfer SV um Goalgetter Jerome Brandt, der nach einer Niederlage gegen Spitzenreiter Schlagsdorf/Mustin zuletzt Federn lassen musste im Kampf um den verbleibenden Aufstiegsrang. NSV spielte mit: Burghardt – P. Sulkowski (70. B. Schröder), T. Sulkowski, C. Schröder (C), Bebernitz – Hahn (78. Pohl), Schöwe – Hoffmann (78. Lode), Dombrowski, Salchow (70. Hampusch) – Zengel

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