Willkommen beim Neumühler SV

24. September 2026
Aufsteiger gegen Absteiger. Ein solches, meist nur schwer einschätzbares Duell stand dem Neumühler SV am vierten Spieltag der Kreisoberliga SN-NWM bevor. Der Gast vom VFL Blau-Weiß Neukloster hatte bisher nur zwei Spiele absolviert und drei Punkte geholt. Nun rückte er mit voller Kapelle an und betrachtete leicht kritisch den Rasen der sagenumwobenen Ranch. Von Anfang an war bereits klar, dass es kein alltägliches Spiel werden sollte. Der Kreisfußballverband hatte im Vorherein angekündigt, das Spiel live auf YouTube zu übertragen und auch Linienrichter angesetzt. Alle Zuschauer, egal ob live oder im Netz, sollten ihre Entscheidung nicht bereuen, ihren Samstagnachmittag als Zuschauer dieses Spiels zu verbringen. Aber dazu später mehr. Wie schon im ersten Heimspiel und in der Vorwoche im Pokal fehlte Coach Baruschke und agierte erneut als Marionettenspieler, der seinen Coaching-Staff und sein Team aus der Ferne lenkt. Dafür stand heute ein recht kleiner Kader zur Verfügung, der durch Altherren-Spieler Bruhn verstärkt wurde. Dieser hatte am Vortag noch 70 Minuten für die Veteranen gespielt und sogar ein Tor zum 2:1-Sieg seiner Oldies beigetragen. Im Tor fehlte Hexer Rusch, sodass Ausbilder Schröder zwischen die Pfosten rückte. Auch davor gab es einige Änderungen in der Startelf: Haudegen Hahn rutschte nach zweiwöchiger Abwesenheit direkt hinten rein wie ein Handwerker nach Montage bei seiner Liebsten. Zur Spielvorbereitung hatte er am Vormittag den Intersport geplündert und sich dort zum Kunden des Monats aufgeschwungen, nun stand er mit nagelneuer Montur wieder in der Viererkette. Im Mittelfeld kehrte Abräumer Schöwe trotz nicht ganz auskurierter Verletzung zurück, um Zengel und Dombrowski das Wesen einer Holding Six zu präsentieren, nachdem sich beide erfolglos daran versucht hatten. Dampfwalze und Mannschaftskassen-BFF Bebernitz spielte dieses Mal zentral, um auf Außen Platz für Hoffmann zu machen, der mit dem Boller-Wagen die Flügelzange bildete. Vorne durfte sich Entelmann endlich auf seiner Wunschposition ausprobieren. Auch der Fansupport an diesem Tag war außergewöhnlich, 90 Zuschauer hatten sich auf der Ranch versammelt, um diesem denkwürdigen Spiel beizuwohnen. Tobias Blank hatte die Ehre, es als Schiedsrichter leiten zu dürfen und pfiff pünktlich an. Sofort wurde im Spiel ersichtlich, wie die Teams an das Spiel herangehen wollten. Neukloster stürmte ab Minute Eins in einem aggressiven Pressing nach vorne, während sich Neumühle auf konzentrierte Defensivarbeit und schnelles Umschalten fokussieren wollte. Die ersten zehn Minuten blieb es vor den Toren noch recht verhalten. Einmal klärte Hahn in höchster Not vor dem einschussbereiten Linksaußen, auf der anderen Seite schoss Bebernitz knapp links vorbei. Aus dem Spiel gelang beiden Mannschaften noch nicht wirklich etwas, sodass ein Standard herhalten musste. Diesen chippte Boller auf Kopfballmonster Zengel, der im Sechzehner querlegte. VFL-Schlussmann Spill irrte auf der Suche nach Pilzen etwas planlos durch seinen Strafraum, sodass die Kugel über ihn hinweg zum blanken Entelmann flog, der nur noch einzuschieben brauchte. In einer ausgeglichenen Anfangsphase ging man somit früh in Führung, doch der Gast antwortete schnell. Nur drei Minuten später flog ein langer Ball zu Schlussmann Schröder. Anstatt ihn anzunehmen, wollte er seinen Kollegen seine angeblich noch vorhandenen Fußabllfähigkeiten zeigen und einen lässigen Chipball ins Mittelfeld spielen. Dieser wurde aber abgefangen und Krohn zog aus großer Distanz ab. Seinen platzierten Flachschuss konnte der Neumühler Aushilfskeeper trotz verzweifeltem, seitlich gehechteten Bauchklatscher a la Grap nicht mehr parieren und schon stand es 1:1 in einem Spiel, das langsam Fahrt aufnahm. Die Kontrahenten blieben ihrer Herangehensweise treu. Neukloster zeigte sich im Pressing irgendwo zwischen angriffslustig übergriffig, als Highlight sprang ein Spieler dem armen Bebernitz huckepack auf den Rücken. Blank fühlte sich anscheinend in nostalgische Kindertage zurückversetzt und pfiff nicht ab. Auch Zauberer Dombrowski steckte viele unfreiwillige Umarmungen und Triktottests ein, während Hahn deftig auf die Knochen bekam. Vermutlich waren seine Gegner neidisch auf seine neue Ausrüstung. Es gab nun viel Mittelfeldgeplänkel und wenig echte Highlights. Schröder parierte einen Freistoß in seinem Torwarteck, ein Gästespieler klärte für Tormann Spill, der einen langen Ball unterschätzt hatte und unter diesem durchlief wie ein trauriger Single zu Weihnachten unter einem Mistelzweig. Den nächsten echten Aufreger gab es in der 28. Minute, als Hoffmann eine scharf gedroschene Flanke von Boller aus kürzester Distanz über die Linie beförderte. Der Jubel ebbte schnell ab, als Blank von seinem Assistenten einen Hinweis bekam. Hoffmann hatte die Kugel wie einst Maradonna regelwidrig mit der Hand versenkt, nur bekam der vermeintliche Torschütze die gelbe Karte für sein Vergehen und (noch) keinen Legendenstatus. Sonst wiegte das Spielgeschehen gemächlich vor sich hin, bis es unmittelbar vor der Halbzeit nochmal spannend wurde: Zuerst bewies Boller erneut, wieso „Schärfe vor Genauigkeit“ sein Lebensmotto darstellt. Nach einem schönen Spielzug drehte er sich um seinen Gegner und knallte die Kugel in die Maschen. Seinem Viererpack aus der Vorwoche im Pokal ließ er damit sein viertes Tor in der Liga folgen. Doch wieder hatte der Gast die schnelle und in diesem Fall blitzartige Antwort parat. Handgestoppte acht Sekunden nach Wiederanpfiff lag die Kugel im Netz der Gastgeber. Dem Anstoß folgte ein langer Ball an den Strafraum, wo Schröder das Spielgerät mit dem Rücken zum Tor per Kopf in einer perfekten Bogenlampe an die Latte und dann hinter die Linie beförderte. Blank ging das alles ein bisschen zu schnell, zur Beruhigung der Gemüter verordnete er den Mannschaften erstmal 15 Minuten Verschnaufpause. In der Halbzeit zeigten sich Münchow und Schaar recht zufrieden mit dem bisherigen Spiel und prophezeiten einen Kräfteverschleiß beim Gegner ob dessen laufintensiven Spiels. Schaar zeigte sich sicher, dass man wenigstens ein Tor mehr schießen würde als die anderen. Er sollte in beiden Fällen Recht behalten. Der zweite Durchgang begann, wie er aufgehört hatte: Mit einer jubelnden Heimmannschaft. In der 49. Minute schoss Boller einen Freistoß bewusst schlecht, sodass Dombrowski den hüppelnden Ball noch vor der Grundlinie erwischen konnte. Seinen Lupfer vors Tor über Spill hinweg erwischte Entelmann per Kopf und er schob seinen Gegenspieler im Luftduell gleich mit in die Maschen. Erneut hatte sich der Mittelstürmer perfekt positioniert, sodass sein minimaler Hüpfer, unter den höchstens ein Löschblatt gepasst hätte, zum Torerfolg reichte. Fünf Minuten später schnürte der zentrale Stürmer sogar seinen Hattrick. Ein Befreiungsschlag von Schlussmann Schröder rutschte durch bis zum Angreifer, der erneut 99 Stellungsspiel bewies. Seinen Gegenspieler hielt er sich vom Leib wie eine lästige Fliege und schob dann lässig zum 4:2 ein. Danach wurde im beim Jubeln von Hahn dermaßen intensiv besprungen, dass seine Frau am Spielfeldrand grün vor Neid wurde, da er sie offenbar nicht mit der gleichen Leidenschaft beglückt wie seinen Teamkollegen. Jetzt ging es Schlag auf Schlag und auch der VFL mischt noch fleißig mit. Nach einem Ballverlust von Zengel folgte die Flanke von rechts, die der einlaufende Schröder gekonnt per Kopf verwertete, sein Namensvetter im Tor war jetzt chancenlos und so mancher fürchtete schon den großen Zusammenbruch beim Gastgeber. Doch an diesem Tag war alles anders. Die Trainer reagierten auf das erneute Gegentor mit der Hereinnahme von Bruhn für Bebernitz, ab sofort gab es eine Doppelsechs mit dem Rentnerduo Schöwe-Bruhn, vor dem Jungstar Dombrowski zaubern sollte. Der Joker fügte sich gleich gut ein und holte sich in seiner ersten Aktion Gelb für ein taktisches Foul ab, eine harte Entscheidung, wenn man sich Blanks bisherige recht lange Leine anschaute. Mit Bruhn wurde es nun deutlich ruhiger in der eigenen Hälfte, Neukloster schien ausgelaugt zu sein von ihrem hohen Aufwand in der ersten Hälfte. Dies brachte Räume für den NSV, die man gekonnt zu nutzen wusste. Zuerst fing Hoffmann einen Pass in der eigenen Hälfte ab und startete durch. Von Entelmann erhielt er den Ball zurück und überwand Spill in der 63. Minute zum 5:3. Sein in den letzten Spielen immer größer gewordener Knoten platzte damit endlich, die Erleichterung war ihm anzumerken. Und nur fünf Minuten danach gelang ihm sein nächstes Tor. Dombrowski setzte Spill in perfektem Einmann-Pressing unter Druck, wie es sonst nur Maschine Schulz konnte. Der unsauber gespielte Ball landete beim Flügelstürmer. Mit einer Finte schickte er den Schlussmann ins Kino und versenkte die Kugel anschließend zum 6:3. Die Partie kippte nun endgültig zugunsten der Schweriner und der erschöpfte Hahn verbrauchte den Großteil seiner nur noch geringen Kraft, um die Torschützen zum Jubeln zu empfangen. In dieser Phase klappte alles für die Landeshauptstädter, was sich beim nächsten Tor zeigte. Erneut setzte Dombrowski Spill unter Druck, der den Ball nicht früh genug wegbekam und ihn anschoss, sodass auf diese Weise nur einhundertzwanzig Sekunden nach dem letzten Gegentor das 7:3 fiel. Das Spiel war nun entschieden, sodass Pohl und Grap gefahrenlos eingewechselt werden konnten und Entelmann sowie Schöwe ersetzten. Grap hatte sich zuvor mittels Eckfahnenstretching aufgewärmt und lauerte auf seinen ersten Saisontreffer. Die Angereisten schwächten sich anschließend selber, als ein Spieler durch Ballwegschießen die gelb-rote Karte erhielt und frühzeitig duschen gehen musste. Einen kurzen Schock gab es später, als das meterhohe Kamerastativ umkippte und wiederaufgerichtet werden musste. Trotzdem hatten die Rancher noch nicht genug und wollten das Maximum herausholen. So ging es weiter mit Zengel, der nach einem seiner weltberühmten Offensivläufe wie einst Lucio auf 8:3 stellte. Danach war es Pohl, der wie auch bei den meisten Frauen zwei Anläufe brauchte, um erfolgreich zu sein. Elegant per Schienbeinroller erhöhte er in der 88. Minute auf 9:3. Den Schlusspunkt setzte dann Kapitän Schrotti mit dem Tor des Tages, das er sich bis zur Nachspielzeit aufhob. Aus großer Entfernung und halblinker Position kloppte er den Ball mit einer schönen Flugkurve in die lange Ecke, ähnlich wie beim letzten Heimspiel gegen Neuburg. Das 10:3 stellte den Vorsitzenden Schröder nun vor die Peinlichkeit, dass die digitale Anzeige nur einstellig ist und nicht mehr das korrekte Ergebnis anzeigen konnte. Blank half dem Neumühler Urgestein und beendete zügig danach die Partie, die ihren Platz in den Annalen einnehmen wird. Nach einer ausgeglichenen und chancenarmen Halbzeit drehten die Gastgeber in den zweiten 45 Minuten kräftig auf und sorgten für die meisten erzielten Tore in einem Spiel der jüngeren Vereinsgeschichte. Endlich zeigte man wieder die Effizienz, die in den vergangenen Spielen gefehlt und sich gegen Selmsdorf gerächt hatte. Durch Saisonsieg Nummer Drei hüpft man in der Tabelle auf eben jenen Tabellenplatz. Getoppt wird man nur von Selmsdorf (10 Punkte) und den schadlosen Roggendorfern. Zusammen mit dem anderen Aufsteiger von der SG Schlagsdorf/Mustin (Platz 4) mischt man weiter fleißig die Liga auf, Holthusen komplettiert das Trio mit neun Punkten. Der NSV stellt mit phamosen 22 Saisontoren den besten Angriff der Liga und hat mehr Tore erzielt als die letzten fünf Teams zusammen. Zeitgleich hat man aber auch so viele Gegentore kassiert wie der Vorletzte aus Lübstorf, der nur einen Punkt aufzuweisen hat. Genauso viele hat auch der SV Klütz, zu dem die Neumühler als nächstes reisen, während Neukloster zuhause auf Lübstorf trifft. NSV spielte mit: B. Schröder – Hahn, Genke, Zengel, C. Schröder (C) – Bebernitz (60 Bruhn), Schöwe (81. Grap), Dombrowski – Hoffmann, Entelmann (73. Pohl), Boller

22. September 2026
Nach drei Spieltagen stand für den Neumühler SV die Pokalpremiere in der Saison 2026/27 an. In der ersten Hauptrunde bekam man es mit der SG Dynamo Wismar zu tun, die in der Ausscheidungsrunde eines der sechs Spiele geführt hatte. Hier hatte man sich mit 1:0 gegen Ligakonkurrenten SG Blau-Weiß Parum Dümmer durchgesetzt und somit den ersten Pflichtspielsieg eingefahren, die drei Ligaspiele in der Kreisklasse hatteN sie allesamt verloren. In seinen bisherigen fünf Spielzeiten hatte der noch junge Verein die unterste Liga dreimal am Ende abgeschlossen, zwischendurch folgte in der Saison 2023/24 ein zweiter Platz und der Aufstieg in die Kreisliga, dort musste man nach einem 12. Platz aber sofort wieder den Gang runter hinnehmen. Somit liegen zwei Spielklassen zwischen den heutigen Kontrahenten und die Favoritenrolle war eindeutig verteilt. In Abwesenheit von Coach Baruschke wollte das Trainerduo Schaar-Münchow dieser gerecht werden und schickte dafür eine spielstarke Mannschaft aufs Feld, wobei der eigentliche Flügelstürmer Koffein-Kevin Salchow und der gelernte Außenverteidiger Bebernitz interessanterweise Positionen tauschten. Salchow komplettierte damit die Viererkette, in der neben Sulkowski und Kapitän Schröder wieder Genkel stand. Davor war die Offensive fast unverändert, nur Zengel ersetzte Hahn und jener Bebernitz den abwesenden Hoffmann. Handgezählte 44 Zuschauer hatten sich bei leichtem Nieselregen pünktlich vor Ort eingefunden, als Schiedsrichter Tietze-Böhm anpfiff. Anfangs zeigte sich für die Wismarer der Heimvorteil überraschend deutlich, der Underdog agierte mit dem Kreisoberligisten auf Augenhöhe und spielte zielstrebig durchs Zentrum nach vorne. Hier hatte der NSV als Gastgeschenk größere Lücken mitgebracht, die Dynamo Wismar gekonnt bespielte und nur im Abschluss die Genauigkeit vermissen ließ. Die Schweriner hätten zu Beginn eigentlich zwei Elfmeter zugesprochen kommen müssen, wenn Tietze-Böhm die Bolzplatz-Regel Drei Ecken, ein Elfer angewandt hätte. Der doppelte Ecken-Hattrick wurde ansonsten aber nicht wirklich gefährlich. Besser machte es vorher Zauberer Dombrowski, dessen Schuss der heute gut beschäftigte Kuben ebenso parierte wie den Nachschuss von Dampfwalze Bebernitz. Aber auch Tentakelmann Rusch musste sich früh gegen die frech aufspielenden Gastgeber auszeichnen und verhinderte im Eins-gegen-Eins stark den Rückstand. Seinen Unmut über die mangelnde Abwehrarbeit äußerte der sonst so in sich ruhende Erzieher recht barsch und weckte so sein Team scheinbar auf. Den unmittelbar nach dieser Großchancen konnte man in Führung gehen. Dombrowski schickte in der 14. Minute den in die Tiefe spurtenden Außenbahner Bebernitz, dem die Annahme eigentlich vorsprang. Kuben zögerte beim Rauslaufen aber und ermöglichte dem Gegner somit einen gefühlvollen Lupfer mit dem schwachen Rechten über ihn hinweg ins Netz. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase ging der Favorit erwartungsgemäß in Front und bestellte bei der Cantina-Band dasselbe Tor nochmal. Nur hundertzwanzig Sekunden später spielte Boller einen schönen Flugball auf Bebernitz, der aus erneut ähnlicher Position erneut mit rechts erneut per Lupfer erneut traf. Wer nach diesem Doppelschlag dachte, dass es nun ruhiger zugehen würde, lag ebenso falsch wie die Annahme, dass sich auf der Bank des NSV ein Sportlehrer befände. Dort hatte es sich nämlich Jägermeister Lode mit blauem Pulli, asseliger Jogger und Stoppuhr um den Hals gemütlich gemacht. Es fehlte ihm nur der Schnörris, um perfekt einen leicht übergriffigen Sportlehrer mimen zu können. Nichtsdestotrotz zeigte sich der Gastgeber weiterhin motiviert, aber fahrlässig. Gleiches galt für die Landeshauptstädter, sodass sich ein wahrer Wettbewerb im Chancenvergeben ergab. Dieser wurde professionell kommentiert vom Väterdou Pohl/Grap, die eloquent jeden Angriff der Teams bewerteten und Verbesserungsvorschläge für den NSV erarbeiteten. Die dickste Gelegenheit setzte das Heimteam in den Sand, als der Stürmer aus wenigen Metern das leere Tor nicht treffen konnte, ein klarer Favorit für Zeiglers Kategorie „Den muss man nicht machen“. Erst in der 30. Minute erbarmte sich der emsige Boller, als er nach Vorlage von Dombrowski die Kugel per Pike durch die Beine von Kuben quetschte und auf 3:0 stellte. Hiernach wurde das Spiel dann einseitiger und Neumühle übernahm das Zepter wie ein General nach einem Militärputsch. Wie in den zuvorgekommen Begegnungen erspielte man sich Chance um Chance, ging damit aber leichtsinniger um als so mancher Jugendlicher mit der Verhütung. Vor allem bei Linksaußen Boller fehlte noch das Zielwasser und er scheiterte mehrfach am Torwart oder sich selbst. Im anderen Gehäuse musste Rusch einmal sein ganzes Können und Körpergefühl unter Beweis stellen, als er einen stramm geschossenen und kurz vor ihm aufditschenden Freistoß per unkonventionellem Seitfallzieher klärte. Papa Pohl wurde außen schon unruhig und der Kaffee half dabei auch nicht (heute durfte mal die Mama trinken). Plötzlich war er dann unmittelbar vor der Halbzeit voll des Lobes. Was war geschehen? Dombrowski hatte einen überragenden Ball auf den überlaufenden Salchow gespielt, der über links durchbrach und in der Mitte Ludwigs fand. Im Gegensatz zur Vorwoche gelang es ihm diesesmal, den Fuß hinzuhalten und sein erstes Tor seit fast einem Jahr zu erzielen, was von der Mannschaft entsprechend gefeiert wurde. Ein schön herausgespielter Treffer rundete somit die erfolgreiche Halbzeit ab, kurz darauf beendet der Unparteiische den ersten Durchgang. In der Halbzeit ergab sich mal wieder die Möglichkeit für die Wechsler, ihr Können unter Beweis zu stellen. Maschler übertrieb es jedoch ein wenig und bolzte die Knitte über den Fangzaun in die benachbarte Parkanlage. Beim NSV kam Pohl für den Entelmann, der in den ersten 45 Minuten wie Schmittchen Schleicher reihenweise Gegner vernascht hatte, jetzt aber unbedingt eine Nikotinpraline vernaschen musste. Pünktlich mit dem Schlag der Turmuhr eröffnete der Schiri den zweiten Durchgang. Erneut kam Dynamo Wismar besser ins Spiel und überraschte de Gegner erneut. Jetzt konnte man sich für den couragierten Beginn belohnen, als Nematov nach einer Verkettung individueller Fehler Rusch aus spitzem Winkel ins lange Eck überwinden konnte. Jedoch entstand nur kein Sturmlauf, vielmehr flauten die Angriffswellen spürbar ab und es entwickelte sich eine größtenteils einseitige Begegnung, bei der die Gäste reihenweise Möglichkeiten ausließen. Während Stammvater Grap die Höflichkeit des entspannten Spielleiters Tietze-Böhm lobte, erhöhte Boller in der 59. Minute auf 1:5 und ließ damit auch den allerletzten Zweifler am Weiterkommen verstummen. Einen Freistoß hatte Zengel schlitzohrig schnell ausgeführt und den blanken Boller bedient, der nun eiskalt einschob. Münchow reagierte und winkte den Frauenschwarm Grap herbei, der für den emsigen Ludwigs in die Partie kam und fortan als Mittelstürmer agierte. Ein Schrecken für die Auswärtsfans bei dem Gedanken, bei einem eventuellen Treffer des Jokers sich noch wochenlange die Geschichte über sein phänomenales und angeblich immens wichtiges Tor hören zu müssen. Aber anscheinend hatte dessen Hereinnahme die Wismarer neuen Mut zugesprochen, die mit einem perfekten Kopfball von Visaev auf 2:5 verkürzten. Die Neumühler Abwehr befand sich im Tiefschlaf, eigentlich war man im eigenen Strafraum deutlich in Überzahl gewesen. Grap war um eine passende Antwort und den Beweis bemüht, doch für die Landeshauptstädter zu spielen, brachte einen Treffer trotz guter Gelegenheiten nicht zustande. Einmal schoss er die Scheibe der ortsansässigen Werft beinahe kaputt, ein anderes Mal schleuderte sich Kuben das Spielgerät vermutlich aus Mitleid fast selber ins eigene Netz. Bebernitz kopierte zwischendurch noch den Maschler und qualifizierte sich für die zweite Runde Arschbolzen. So oder so gab man sich mit dem Ergebnis nicht zufrieden und drängte auf weitere Treffer. Den nächsten besorgte mal wieder Boller nach Doppelpass mit dem erneut assistierenden Dombrowski. Nach dem 6:2 rotierte Schaar munter durch wie sonst nur beim Gängewechseln seines Drahtesels und brachte Nittke und Ich-und-mein-Holst für Sulkowski und Bebernitz. Die beiden fügten sich nahtlos in die aktive Angriffsmaschinerie ein und brachten neuen Schwung für die Schlussviertelstunde. In dieser wollte Boller einen Ööölfer schinden, als er frei durch war und am Keeper vorbeimarschierte. Dabei wurde er wohl leicht berührte, taumelte gekonnt aber noch sechs Schritte weiter, bis er resignierend aufs künstliche Grün dahinsank. Leider erbarmte sich der Schiedsrichter seines Trauerspieles nicht und seine Pfeife blieb stumm. Wenig später hatte Boller in der 83. Minute mehr Erfolg, als er in einem Konter nach Pass von Vorlagenkönig Dombrowski seinen vierten Treffer des Tages erzielte. Da hätte jemand eine Ones-to-watch-Karte in Fifa verdient gehabt (gibt es sowas überhaupt noch?). Danach war aber Schluss für die Tormaschine, Maschler ersetzte ihn für die letzten Minuten. In diesen zeigte sich der sonst heute unauffällige Zengel nach einem Freistoß ebenfalls in Torlaune. An seiner durchtrainierten Hühnerbrust ließ er den Flugball abprallen und beförderte ihn über Kubens Kopf hinweg in die Maschen zum 8:2-Endstand. Kurz darauf durfte sich der arme Wismarer Schlussmann nochmal auszeichnen und parierte gegen Nittke. Dann beendete Tietze-Böhn pünktlich wie ein Uhrwerk das Spiel, da wollte jemand wohl noch Kaffee und Kuchen zuhause abstauben. Nach einem etwas holprigen Beginn, bei der man einem frühen Gegentor gerade noch so entging, konnte der Neumühler SV somit seiner Favoritenrolle mehr als gerecht werden und feiert einen auch in der Höhe verdienten 8:2-Sieg gegen das Team aus der Kreisklasse. Die SG Dynamo Wismar zeigte eine engagierte Leistung und spielte teilweise auf Augenhöhe, machte aber zu wenig aus ihren Gelegenheiten. Selbiges gilt mal wieder auch für die Schweriner, die mehrfach an sich oder Kuben scheiterten. Im Achtelfinale trifft man nun auf SC Ostseebad Boltenhagen, die man aus der vorherigen Saison noch aus der Kreisliga in guter Erinnerung hat. Beide Spiele konnte man gewinnen und hofft nun auf den dritten Sieg in Folge und den Einzug ins Viertelfinale des Kreispokales, wenn man sich am vierten Oktoberwochenende (genaue Anstoßzeit fehlt noch) an die Ostsee reisen darf, erneut als Favorit. In der Liga geht es am vierten Spieltag weiter gegen VFL Blau-Weiß Neukloster, die als Absteiger aus der Landesklasse aktuell drei Punkte aus zwei Spielen geholt haben. Es dürfte also eine spannende Partie auf der Ranch werden, bei der sich die Trainer über eine etwas höhere Effizienz freuen würden. NSV spielte mit: Rusch - P. Sulkowski (79. Holst), Genkel, C. Schröder (C), Salchow - Entelmann (46. Pohl), Zengel, Dombrowski - Bebernitz (79. Nittke), Ludwigs (67. Grap), Boller (85. Maschler) Ebenfalls im Kader: Sportlehrer Lode

17. September 2026
⚽️ Gelungene Saisoneröffnung auf der Ranch! 🎉 Am Freitag, den 11.09.2026, wurde es ab 16 Uhr laut, bunt und voll auf unserer Ranch. Rund 300 Gäste feierten gemeinsam den Start in die Fußballsaison 2026/2027. 🙌 Im Mittelpunkt stand die Vorstellung unserer 12 Mannschaften – von den Bambinis/G-Junioren (Jahrgang 2020 und jünger) bis zu den Alten Herren. Mit einem kleinen Dankeschön verabschiedeten wir Katrin Holz (ehemals G), Daniel Hüfner (ehemals F), Lennard Köppen (ehemals D), Thomas Waack (ehemals C), André Konsolke (ehemals D) und Marcus Knittel (ehemals B) aus ihrer bisherigen Trainertätigkeit. 👏 Bei den Schiedsrichtern begrüßten wir Alexander Erdmann als neuen Schiedsrichter. Unsere Nachwuchsschiedsrichter Ole Jacobsen, Leonie Fandrich und Edgar May erhielten eine Schiedsrichtermappe und ein Schiedsrichterdress. Gemeinsam mit unseren langjährigen Schiedsrichtern Gunther Johren, Andreas Mulsow und Franz Sernau wünschen wir allen viel Freude und Erfolg! 🏳️⚽️ Ein großes Dankeschön gilt auch unseren Platzwarten Rene Münchow und Andreas Mulsow sowie unseren Sponsoren für ihre Unterstützung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. 🤝 Nach Mannschafts-, Vereins- und Gruppenfotos begann der gemütliche Teil mit Bratwurst, Salatbuffet und vielen guten Gesprächen. Die Zuckerwatte war dabei das Highlight für unsere Kleinsten. 🍭 Danke an Christian Schröder für die kurzfristige Moderation und Musik! 🎤🎶 Um 19 Uhr gewannen unsere A-Junioren mit 6:3 gegen Roggendorf, angefeuert von Eltern und einigen Kids unserer Jugendmannschaften! ⚽️🔥 Ein rundum gelungener Saisonauftakt. Danke an alle Helfer, Unterstützer und Gäste! 💛💙 #NeumühlerSV #Saisoneröffnung #Fußball #GemeinsamStark #GelbBlauNSV

